Ewi LK
 

unterrichtet von: Jürgen Mohr

Teilnehmer:

von oben rechts: Tanja Linke, Jürgen Mohr, Nicole Ritter, Natalia Kayser, Meike Vetter, Kerstin Diekmann, Ilka Jonatz, Alexandra Dahl, Katja Herberg, Beatrix Lauft, Yvonne Pasvos, Nicole Noehle, Melanie Kucht, Magdalena Owczarski

 

 

Ewi-Lehrer Jürgen Mohr (Bild: 1993)

Der Fall Jürgen

von Alexandra Dahl und Ilka Jonatz

Montag vormittag, 12.20h (falsch 12.30h), die Tür zum Raum 150 öffnet sich, einer betritt das Klassenzimmer. Die Gespräche verstummen (wer's glaubt wird selig). Die Standardfrage nach den Entschuldigungsformularen wird gestellt. Die Gespräche verstummen (endlich).

Der Unterricht kann beginnen. Preisfrage: Wer ist ER? Antwort: Unserer Lehrer (Dr.) Mohr (schön wär's, gell Jürgen?) 5 Minuten nach Beginn des Unterrichts öffnet sich die Tür zum zweiten Mal. Jochen Höher beteuerte zwar immer, dass er Jürgen und seine Mädels nur ungern störe, aber die Kreide oder ein Stuhl erschien doch immer etwas fadenscheinig (Nachbarschaftshilfe ist out). Außerdem, wer kann Jürgen schon Konkurrenz machen? Welches Mädchen kann zu diesem Mann in seiner grünen Strickjacke schon Nein sagen? (öko hin - öko her, abschaffen tut er sie nimmermehr).

Um seine Mädels vor Einbrechern zu schützen, gab er uns, bei einem todesmutigen Einsatz der Kursfahrt eine ganz besondere Kostprobe seiner Attraktivität. Scheute er sich doch nicht, in dunkler Nacht seine Kabine in Boxershorts zu verlassen (fast wäre ich ja in Ohnmacht gefallen). Aber nicht nur als Retter in der Not, sondern auch als Hausmann ist er zu gebrauchen, läßt er zwischendurch die Pfanne rauchen. Bei dieser Tätigkeit bewegten sich seine Hände geschickt und flink. Ganz im Gegensatz dazu stand seine eher coole Reaktion, als Melanies Jacke Feuer fing. Während eine von uns unter Einsatz ihrer Tastorgane die Feuersbrunst bekämpfte, war sein einziger Kommentar "Melanie - Du brennst!"

Um sein Charakterbild zu vervollständigen, hier noch einige Episoden aus seinem Leben. 

Vierauge (für die Mathe-Genies unter Euch: 2 Brillengläser + 2 Augen = Vierauge), fürchtet Vierflügler (Wespen). Aber von Vermeidungsverhalten keine Spur, fragt er doch jede Bäckereiverkäuferin im Sommer nach ihren Erfahrungen mit den Vierflüglern.

Auch auf Vierbeiner (für die Bio-Genies unter Euch: 2 Vorderläufe und 2 Hinterläufe macht vier Beine) verspürt er einen gewissen Hass, besonders seitdem er eines Morgens beim Gang zum Bäcker in deren Ausscheidungsprodukte getreten ist.

Aber auch eine tierliebe Seite soll hier nicht unerwähnt bleiben. So weigerte er sich doch vehement, Spinnen aus einer Telefonzelle zu entfernen, obwohl dei seiner Mädels flehentlich um Hilfe baten, da sie auf die Gesellschaft dieser sich in der Zelle tummelnden Tierchen gerne verzichten wollten. Er begründete dein passives Verhalten mit den Ergebnissen seiner Tierforschung über die Dunkelangst der Spinnen (es war nämlich tiefste Nacht, und die Telefonzelle die einzige Lichtquelle). Der letzte erwähnenswerte und uns bekannte Charakterzug betrifft seine Sitzmöbelphobie. Eine genauere Studie seiner Lebensgewohnheiten wurde uns bei einer Einladung zum Raclette-Essen ermöglicht. Hierbei stellten wir fest, dass Jürgens Sitz- und Liegemöbel ausgefallen sind und sich in direkter Bodennähe befinden (keine Beine haben). Dies lässt sich auf eine extreme Höhenangst schließen, die sich schon in seiner Kindheit in einer Sitzmöbelphobie manifestiert hat (Dr. Freud lässt grüßen).

Trotz seiner Fehlentwicklungen, leichten Neurosen und Anzeichen zur Verwahrlosung ist er ein sympathischer Zeitgenosse (nicht immer, aber immer öfter).

Wir werden Dich nie vergessen, Jürgen, denn Du hast uns gleich drei Wünsche auf einmal erfüllt: Pizzeria, Bistro und Zurbrüggen.

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